SLA 3D Druck in der Tizian Dentaltechnik

SLA 3D Druck in der Tizian Dentaltechnik

In unseren Workshops und Seminaren stellen sich Kunden immer wieder die Fragen, macht die Investition in einen 3D Drucker für mein Unternehmen denn überhaupt Sinn? Wie sollte ich meine Mitarbeiter darauf schulen und wie integriere ich neue Technologien in meine Prozesse?

Wir sind den Fragen im Interview mit Geschäftsführer Dennis Schmidt von Tizian Dentaltechnik aus Potsdam nachgegangen. Vor über einem Jahr führte Dennis, in seinem kleinen Team aus drei Leuten im Labor, den SLA Drucker ein. Gemeinsam beleuchten wir die Entwicklung vom Kauf bis zur täglichen Nutzung heute.

 

Welches Verfahren und wie setzt du den 3D Drucker heute im Unternehmen ein?

Ich habe mich für den SLA Drucker Form 2 von Formlabs entschieden. Durch die hohe Genauigkeit und Präzision können wir Produkte die bisher per Hand gemacht wurden automatisieren. Mit dem Laser Verfahren können z.B. sehr feine Strukturen oder schmale Wände gedruckt werden, die dennoch formstabil sind.

Wir haben begonnen die Abdrucklöffel mit dem Drucker zu drucken. Meine Mitarbeiter müssen die Arbeit nicht mehr per Hand machen, sondern der Drucker läuft bspw. über Nacht und am nächsten Morgen kümmern wir uns nur noch um den Feinschliff.

Welchen Einfluss hat das auf die Arbeit deiner Mitarbeiter? Wie haben sich die Prozesse dadurch verändert?

Die Prozesse selber haben sich noch nicht stark verändert. Der Drucker kann bspw. die Abdrucklöffel nicht schneller drucken als es meine Mitarbeiter per Hand könnten aber es reduziert die Zeit, in der wir uns mit dem Produkt beschäftigen müssen.

Auf Basis welcher Kriterien hast du die Entscheidung bei der Druckerauswahl getroffen?

Vor dem Kauf habe ich mich lange mit den vielfältigen Möglichkeiten im Bereich 3D Druck beschäftigt. Am Ende war das Kriterium für den Kauf ganz klar der Preis. Als Einstieg empfand ich 3.000 – 5.000€ als annehmbares Risiko, falls der Drucker nicht das hält was er verspricht. Bereits nach einem Jahr hat sich jedoch die Investition gelohnt und durch das Laserverfahren sparen wir zusätzlich Material ein.

Was waren die ersten Schritte und wie hast du deine Mitarbeiter geschult?

Wir haben bisher keine Schulungen für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Ich wollte mich zu Beginn selber mit der Materie und den unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigen. Im Nachhinein betrachtet, reichen für den Einstieg auch grundlegende Kenntnisse im Umgang mit einem Computer. Die mitgelieferte Software einfach anzuwenden und auch der Drucker ist leicht einzurichten. Gezielte Schulungen was die Vorbereitung und Nachbereitung von Produkten angeht, könnte jedoch diese Prozesse beschleunigen und der breiten Masse zugänglich machen.

Hat sich durch den Drucker auch die Zusammenarbeit mit den Zahnärzten verändert?

Bisher hat sich die Zusammenarbeit noch nicht verändert, da es für die Kunden keinen Unterschied macht, ob wir die Produkte drucken oder von Hand fertigen. Ab Januar werde ich die Zusammenarbeit jedoch stärken und an meine Kunden einen Intraoralscanner vermieten. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden wird dadurch deutlich enger. Wir können die Scans der Patienten dann direkt beim Modelldruck verwenden und so die Abläufe weiter beschleunigen und verbessern.

 

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen